Tierpsychologe

Tierpsychologe

Der Tierpsychologe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tiere zu verstehen, ihre Probleme zu erkennen und ihnen bei deren Lösung zu helfen.

Doch bis dato ist der Beruf des Tierpsychologen in Deutschland nicht anerkannt.

Folglich kann sich jeder so nennen.

Zwar gibt es einige Lehrgänge und Seminare, mit deren Hilfe man sich zum Tierpsychologen oder auch zum Verhaltenstherapeuten weiterbilden kann, doch genormt sind die Lehrinhalte nicht.

 

Der Tierpsychologe und seine täglichen Aufgaben

Der Tierpsychologe ist oft ein Tiertrainer, der mit Hunden, Katzen, Pferden und vielen anderen Tieren zusammenarbeitet.Das Studium der Tierpsychologie hat er in der Regel als Zusatznutzen für die bestehenden Kunden erkannt. Kommt es zu Problemen mit einem Tier, ist der Tierpsychologe der erste Ansprechpartner.

Beispielhaft seien hier einige typische Problemfälle aufgezeigt:

  • Hunde werden zu Raufbolden
  • Katzen fressen nicht mehr richtig
  • Tiere geraten an Silvester in Panik

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und zeigt bereits, wie vielfältig und abwechslungsreich die Arbeit des Tierpsychologen ist. Ein großes Problem besteht darin, dass die Tiere selbst nicht sagen können, was ihr Problem ist. Tierpsychologen sind daher auf die Aussagen der Tierhalter angewiesen. Oft muss der Tierpsychologe deshalb auch sehr viel Einfühlungsvermögen beweisen und ebenso Kenntnisse über die menschliche Psychologie nachweisen können. Denn in vielen Fällen liegt das eigentliche Problem nicht bei Hund, Katze oder Pferd, sondern beim Menschen.

 

Der Tierpsychologe als Verhaltenstherapeut

Ist das grundlegende Problem des Tieres erst einmal erkannt, muss man dagegen vorgehen. Und an diesem Punkt wird der Tierpsychologe zum Verhaltenstherapeuten. Mit gezielt abzufordernden Verhaltensweisen in bestimmten Situationen soll das Tier lernen, zum Beispiel nicht mehr aggressiv zu sein.

Hierfür ist viel Übung nötig, die der Tierhalter mit dem Tier absolvieren muss. Der Tierpsychologe gibt wie jeder Tiertrainer nur den Anstoß für die Verhaltenstherapie. Er zeigt Möglichkeiten auf, wie man in einer Situation vorgehen kann, das Training aber müssen die Tierhalter übernehmen.

Neben den psychologischen Kenntnissen sollte ein guter Tierpsychologe auch Kenntnisse über die anatomischen Besonderheiten aufweisen. Er sollte in der Lage sein, zu erkennen, ob ein Tier tatsächlich ein psychologisches Problem hat oder ob es vielleicht krank ist, damit er in letzterem Fall den Tierhalter zum Tierarzt schicken kann.